Persönliche Beratung
0441 18131911

Kreativtipps

CEWE FOTOBUCH: Kindheitstraum Afrika

Tausende von Eindrücken und Fotos: Bloggerin Nic Hildebrandt macht Erinnerungen an die Familienreise nach Afrika greifbar.

Von Nic Hildebrandt

Wenn ich darüber nachdenke, was mich in den letzten Jahren immer wieder davon abgehalten hat, das „Projekt Fotobuch“ endlich einmal anzugehen, muss ich sagen: ich selbst! Ich habe mich immer wieder von meinem eigenen Perfektionismus boykottieren lassen. Denn ich war schon immer ein Mensch mit großer Liebe zum Detail und einem Faible für harmonische Gestaltung.

Das kann schon mal so weit gehen, dass ich ein Projekt gar nicht erst anfange, weil ich im Vorfeld bereits an meinem eigenen perfektionistischen Kopfkino scheitere und mich damit hemmungslos selbst blockiere. Aber als Autorin dieser Kolumne konnte ich mich nicht mehr weiter vor dieser Aufgabe drücken. Wie das so ist, mit den Kreativen – unter Druck funktionieren sie am besten. Heureka!

Das große Abenteuer Afrika – und wir sind mit dabei! Fotos: Nic Hildebrandt, www.luziapimpinella.com

Fotos für die ganze Familie

Seit unserer Safari durch Tansania im Sommer 2014 war für mich klar: Wenn ich es jemals schaffe, ein Fotobuch zu gestalten, dann wird diese Reisestory in Bildern die erste sein! Selten hat uns eine Reise so sehr im Herzen berührt wie diese. Wilde Tiere aus nächster Nähe in ihrer natürlichen Umgebung sehen zu dürfen, war ein echtes Geschenk. Mein Mann, meine Tochter und ich werden wohl nie die ersten Tierbegegnungen dieses Trips vergessen. Für mich selbst ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung: Schon seit ich in den 70ern zusammen mit meinem Großvater alle Tiersendungen von Bernhard Grzimek im Fernsehen geschaut hatte, wollte ich irgendwann einmal die Serengeti mit eigenen Augen sehen.

Als ich dann endlich dort war, liefen mehr als einmal die Tränen, weil ich so überwältigt war. Umso größer wurde bei mir natürlich der Wunsch, genau diese Reise in einem Buch zu verewigen, zum Immer-wieder-Durchblättern und zum gemeinsamen Schwelgen in Erinnerungen. Meine Familie beschwert sich nach unseren Reisen häufig, dass sie die Fotos, die ich – zugegebenermaßen zu Tausenden – knipse, erst sehr viel später zu sehen bekommt.

Unsere ersten Elefanten im Tarangire-Nationalpark – ein sehr emotionaler Moment mit akutem Taschentuchbedarf.

Fotos sortieren gleich nach dem Erlebnis

Denn damit fängt es ja bereits an: beim Sichten und Aussortieren der vielen, vielen Bilder, die ich unterwegs geschossen habe! Zumindest dabei versuche ich tatsächlich, konsequent zu sein und diesen Punkt möglichst fix nach unserer Rückkehr in die Heimat in Angriff zu nehmen. Die meisten doppelten und dreifachen Fotos, die ich beim hemmungslosen Draufhalten so schieße, wandern dann schnell und ohne mit der Wimper zu zucken in den virtuellen Papierkorb. Ich denke, man muss nicht zehn Bilder von derselben Situation behalten, und wähle immer die Schönsten zum Behalten aus.

Ebenso müssen alle unscharfen Bilder oder sonstige Fehl-Schnappschüsse gehen. Es sei denn, es ist zufälligerweise mal einMotiv darunter, das irgendwie besonderes künstlerisches Potenzial hat.

Das alles kostet schon ganz schön viel Zeit und ist eine echte Fleißarbeit. Deswegen erledige ich das auch möglichst schnell nach dem Trip. Bevor meine „Aufschieberitis“ einsetzt!

Zebras an einer Wasserstelle im Tarangire-Nationalpark – ein Bild wie gemalt.

Ordnung hilft: Das Blogger-Archiv

Als Bloggerin bin ich, dem Himmel sei Dank, einfach gezwungen, Ordnung in meinem Foto-Archiv zu halten. Sonst würden meineDatenträger alle paar Wochen aus den Nähten platzen. Dabei habe ich natürlich immer schon im Auge, welche Bilder vielleicht irgendwann in einem Blog-Posting landen könnten. Das gleiche Prinzip war mir auch bei der Bildauswahl für dieses erste Fotobuch sehr hilfreich: zu sehen, welche Fotos das Potenzial für mehr haben und sich für ein schönes Storytelling in einem Buch eignen könnten.

Oft kopiere ich die Bilder bereits beim Sichten in Unterordner und speichere sie für spätere Blog-Geschichten. Dass ich alle Safari-Fotos bereits in Reiseberichten „verbloggt“ hatte, gab mir einen klaren Vorteil in der Vorbereitung des Afrika-Fotobuchs. Denn alle Bilder waren bereits editiert, also mit einem Bildbearbeitungsprogramm optimiert. Wenn man es also genau nimmt, konnte ich direkt loslegen. Ich verstehe also im Nachhinein noch weniger, dass ich dieses Projekt so lange vor mir hergeschoben hatte.

Elefanten am Fluss beobachten – für uns pures Glück!

Software: Der Einstieg ist leicht

Ich gebe zu, ein bisschen Respekt hatte ich vor der Fotobuch-Software. Was eigentlich ein echter Witz ist, wenn man bedenkt, dass die digitale Welt eigentlich doch mein tägliches Brot ist. Und natürlich war es dann ganz simpel, als ich mich erst mal darangesetzt und etwas hineingefuchst hatte. Aber der innere Schweinehund brauchte vorher ein paar Ausreden, nicht wahr?

Löwenmutter mit ihren zwei Jungen in der Serengeti – ganz nah!

Die Bilder geben das Buchformat vor

Erstaunlich einfach war für mich dann die Entscheidung für ein Fotobuch-Format und eine Papierqualität, als ich dann endlich am PC vor dem geöffneten Programm saß. Und nach einem ersten Blick auf die diversen Möglichkeiten stand auch sehr schnell das Layout fest.

Da ich auf unserem Safari-Trip durch die Nationalparks Tansanias vor allem Panoramafotos geschossen hatte, wählte ich das CEWE-Format „Panorama groß“. Außerdem liebe ich matte Papier- und Druckqualitäten. Ich finde, sie geben Büchern eine wundervolle Haptik und gleichzeitig einen hochwertigen, edlen Look. Also war mein Favorit für die Buchseiten der „Digitaldruck matt“. Aber auch das ist reine Geschmacksache.

Die Prokrastination hat ein Ende – einfach mal anfangen!

Große Gefühle – große Fotos

Ich entschloss mich relativ schnell, den Hintergrund ganz simpel rein weiß zu lassen und allerhöchstens vier Fotos für das Layout einer Doppelseite zu verwenden, oft sogar pro Seite nur ein einziges Motiv! Ich wollte den eindrucksstarken Fotos einfach Raum geben, ihre Geschichte zu erzählen. Schließlich verbinde ich Emotionen mit ihnen und die finden nicht in kleinen Formaten statt. Große Gefühle – große Fotos, könnte man sagen!

Perfektionistin auf der Suche nach der passenden Schrift

Auf Text habe ich weitgehend verzichtet. Ich glaube wirklich, ich hätte mich sonst seitenweise in Gefühlsduselei und Superlativen verzettelt. Dafür habe ich mich dann richtig lange in die Auswahl der passenden Schriftarten für mein bisschen Geschriebenes verbissen. Ich investierte viel Zeit in die paar Zeilen, die eigentlich nur ein Hinweis auf die jeweiligen Orte sind, an die die nachfolgenden Fotos den Betrachter entführen.

Ja, da kam dann wieder die Perfektionistin in mir durch. Ich kann mich an solchen kleinen Details unglaublich aufhalten und die Form der zwei verwendeten Schriften sollte einfach perfekt zur Destination passen. Vielleicht ein bisschen bekloppt, aber ich kann nicht anders!

Weniger ist oft mehr – manche Fotos brauchen einfach Raum, um zu wirken. Und nicht nur, weil ein Elefant Platz finden muss!

Die Freudentränen laufen: Das Buch ist da!

Ganz ehrlich, als ich dann „abschicken“ und „bestellen“ anklickte, hatte ich richtig Herzklopfen. Ich hatte da ein Stück unseres Lebens und ganz viele kostbare Erinnerungen in ein 102 Seiten starkes Buch gepackt – und damit eine Menge Herzblut.

Als es dann endlich fertig gedruckt ankam, war ich wiederum so nervös, dass ich es erst einmal nur ausgepackt, hingelegt und stundenlang von außen angesehen habe.
Als ich es dann irgendwann das erste Mal durchblätterte, hatte ich dann tatsächlich eine Wollsocke im Hals und ein bisschen "Pipi" in den Augen, so schön war es geworden! Ein wunderbares Stück kostbarer Reiseerinnerungen.

Ich muss wohl nicht betonen, dass das der Moment war, an dem ich noch viel weniger verstand, warum ich mir mit meinem ersten Fotobuch so lange Zeit gelassen hatte. Und das war auch der Moment, in dem im beschloss, dass das der Anfang einer wunderbaren Reisebuch-Sammlung sein sollte!

Unser Kater ist neugierig auf unser erstes Fotobuch – ich bin eher nervös!

Unwirklich schön

Die Reaktion meiner Lieben auf unser Tansania-Buch war genauso gefühlsduselig. Meine Tochter sagte: „Das kommt mir alles so unwirklich vor. Es ist so schön, dass ich gar nicht glauben kann, dass wir wirklich dort waren!“ Doch, waren wir, Schatz!

Und Lacher gab es auch, als sie eine ganz bestimmte Seite aufblätterte, auf der das Foto einer Grünmeerkatze in sehr prominenter Pose in Großformat abgedruckt war. Das Äffchen war uns bei einem Picknick am Tarangire-Fluss begegnet und man nennt es auch „Blue Balls Monkey“. Googeln Sie die Spezies einfach mal, dann verstehen sie, was hier für Amüsement sorgte ...

Viele einzigartige Safari-Momente, gebannt auf 102 Seiten – wir sind happy!

Das nächste Fotobuch ist in der Mache

Unser Tansania-Fotobuch steht nun neben der Biografie eines meiner Kindheitsidole: Bernhard Grzimek. Dort wartet es auf Gesellschaft. Und jetzt weiß ich auch, dass ich für das nächste Buch nicht wieder Ewigkeiten brauchen werde. Um genau zu sein: Es ist schon in Vorbereitung! Heureka!

Großer Panorama-Auftritt für große Tiere.

Welches Fotobuch-Format Nic's Tochter Luzie am besten gefällt, erfahren Sie hier.

Von Gestaltungstipp bis Fotobuch-Format

So werden Ihre Erinnerungen greifbar