Unser neues altes Haus – eine Chronik im CEWE FOTOBUCH

Familie Stieghan hält auch ihre nächste Renovierung als Fotobuch fest

Hältst du mal bitte die Leiter? – Florian Stieghan steht im Flur seines Hauses und bemüht sich, mit einem Spachtel die alte Raufasertapete von den Wänden zu kratzen. Auf dem Boden türmen sich die Papierschnipsel. Mittendrin steht seine Frau Chantelle und lehnt mit beiden Händen gegen seine Leiter. Sie passt auf, dass er vor lauter Kratzen nicht das Gleichgewicht verliert: „Wenn Flo sich erst mal so richtig in die Arbeit gestürzt hat, kann er schnell alles andere um sich herum vergessen. Auch eine wackelige Leiter.“ Chantelle lacht und macht schnell ein Foto. Ihr Mann Florian grinst schief auf seine Frau hinunter, während er weiter versucht, die Wand von den letzten Tapetenschnipseln zu befreien. Wieder einer dieser Momente, der wie gemacht ist für ihr CEWE FOTOBUCH, das die Renovierungsarbeiten dokumentieren soll.

„Von der Stadt in den Vorort – gar nicht so einfach“

Vor einem Jahr sind die beiden zusammen mit ihrem vierjährigen Sohn Liam in das geräumige Mittelreihenhaus in Halstenbek gezogen. Fast zwei Jahre hatten sie da schon nach dem richtigen Haus für ihre kleine Familie gesucht. „Ich bin in Australien auf einer Farm aufgewachsen“, erzählt Chantelle. „Das war wunderbar! Dieser Platz, diese Freiheit!“ Als sie während eines Besuchs in ihrer fernen Heimat sah, wie sehr auch ihr Sohn das Herumtollen im Garten genoss, war für sie klar: „Das will ich auch zu Hause für meine Kinder.“ Das Paar entschloss sich, die gemeinsame Eigentumswohnung in Hamburg zu verkaufen und den Gewinn in ein eigenes Haus zu stecken.

Nun ist es mit Freiheit und Weite nicht ganz so einfach, wenn man in der Nähe einer Großstadt wohnen möchte. „Trotzdem suchten wir zuerst nach einem freistehenden Haus mit etwas Garten drum herum.“ Doch so richtig sprang der Funke bei keinem Objekt, das sie sich ansahen, über: „Entweder waren die Häuser zu dunkel oder zu verwinkelt. Auf jeden Fall hatten sie nie genug Platz für eine Familie mit mehr als einem Kind. Egal wie groß sie waren.“

Florian und Chantelle brauchten etwas, das durchdachter und praktischer geschnitten war. Deshalb entschieden sie sich nach der zehnten erfolglosen Hausbesichtigung, ab jetzt nur noch nach Reihenhäusern Ausschau zu halten. „Die bieten sogar auf wenigen Quadratmetern oft alles, was man so braucht“, erklärt Florian die Entscheidung: „Klare Aufteilung, kein Schnickschnack und immer mit einem Stückchen Garten. Genau, was wir brauchten!“

Noch während der Besichtigung im Kopf bereits beim Renovieren

Trotzdem dauerte es noch ein weiteres Jahr, bis sie endlich ihr Traumhaus fanden. Schon auf dem Weg zur Besichtigung gerieten beide ins Schwärmen. „Wir fuhren vorbei an Baumschulen und ewig langen Feldern. Trotz der Nähe zu Hamburg wirkte alles ruhig und familiär. Nicht so hektisch und anonym wie unsere vorherige Wohngegend.“ Als der ehemalige Besitzer ihnen dann schließlich die Tür öffnete, war es sofort da, das Unser-Haus-Gefühl. Natürlich musste in dem 90er-Jahre-Bau noch jede Menge verändert werden, damit es zum Geschmack der jungen Familie passte. Aber die beiden passionierten Heimwerker krempelten schon während der Besichtigung in Gedanken ihre Ärmel hoch und unterschrieben nur einen Monat später den Vertrag.

Ab da ging alles ganz schnell: „Nachdem wir den Papierkram erledigt hatten, blieben uns nur noch vier Wochen bis zum Einzug“, erinnert sich Florian, der eigentlich als Techniker bei Airbus hinter dem Schreibtisch sitzt, wenn er zuhause nicht gerade Tapeten von der Wand reißt, Fußböden austauscht oder Wände neu verputzt. „Wir lieben es, Dinge selbst zumachen“, erklärt Chantelle. „Wir funktionieren in keiner anderen Situation so harmonisch wie beim Renovieren unserer eigenen vier Wände.“

Trotzdem setzte das kleine Zeitfenster den beiden ganz schön zu. „Wir haben praktisch durchgearbeitet, damit bis zu unserem Einzug wenigstens das Erdgeschoss, unser Schlafzimmer und Liams Kinderzimmer fertig waren“, erzählt Florian. Noch in der Nacht vor ihrem Einzug strichen sie die Fußleisten. „Irgendwie haben wir es dann tatsächlich geschafft, das Wichtigste fertig zu haben, als die Möbelpacker kamen. Den Rest konnten wir auch noch später renovieren.“

„An jedem freien Wochenende wird gestrichen, gehämmert oder geklebt“

Spielzeit: Liams Zimmer was des erste, das fertig renoviert war.
Spielzeit: Liams Zimmer was des erste, das fertig renoviert war.

Später, das bedeutet momentan fast jedes freie Wochenende und auch die meisten Urlaubstage. Sobald Florian etwas Zeit hat, steht er irgendwo auf einer Leiter und reißt so wie heute Tapeten ab, streicht oder spachtelt. „Es ist wirklich eine Menge Arbeit“, gesteht er: „Aber es lohnt sich.“ Nur Chantelle kann ihm seit einigen Monaten nicht mehr so gut zur Hand gehen wie geplant: „Mitten in unserer Renovierungsphase merkte ich, dass ich schwanger war.“

Zuerst war deshalb mit schweren Arbeiten wie Fliesenabklopfen oder Austauschen von Böden Schluss: „Am Ende war ich schon nach dem Kleben einer Tapetenbahn aus der Puste.“ Heute nutzt sie jede freie Minute ohne Baby Ben auf dem Arm, um ihrem Mann zur Hand zu gehen: „Manchmal genießen wir es auch, für ein paar Minuten die Rollen zu tauschen. Dann streiche ich ein wenig oder kümmere mich um die alten Tapeten und Flo bespaßt die Kinder. Die Jungs lieben es, mit ihrem Papa Quatsch zu machen oder Handwerker zu spielen.“

Fotobücher, um das festzuhalten, was sie geschafft haben

Schon ihre Eigentumswohnung hatte das Paar fast völlig ohne professionelle Hilfe wieder schön gemacht. „Dabei haben wir jeden Schritt fotografisch festgehalten“, erzählt Chantelle. Zwei Fotobücher sind aus der Dokumentation der ersten Renovierungsarbeiten entstanden: „Wir waren so stolz auf das, was wir geschafft hatten, dass wir es für immer festhalten wollten.“ Bei ihrem Haus wollen sie es jetzt genau so machen.

Akribisch haben sie bislang jeden Arbeitsschritt dokumentiert. Regelmäßig wählen sie zusammen die Fotos aus, die in das Buch kommen sollen. Das alte „Wohnungsbuch“ dient dabei immer wieder als Inspiration. „So können wir und unsere Kinder uns immer daran erinnern, wie aus diesem alten Reihenhaus unser Zuhause geworden ist“, sagt Chantelle, während sie mit Baby Ben im Arm Liam dabei zusieht, wie er auf dem Spielturm im Garten herumklettert: „Genau so habe ich mir das vorgestellt.“

Text: Yvonne Adamek
Fotos: Ulrike Schacht

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