Tipp Nr. 2: Malerisch fotografieren

Erstaunlich aber wahr: Selbst mit einer einfachen Handykamera lässt es sich besonders gut und leicht „malerisch“ fotografieren. Das Ziel dabei ist, ein Gefühl für die fotografierte Blumenwiese oder Landschaft zu vermitteln und so das Wesentliche einzufangen.

Erleichtert wird dies durch eine Schwäche der Handykameras. Um gestochen scharfe Bilder zu machen, benötigen diese noch immer eine möglichst helle Umgebung. Ansonsten verwackelt man leicht. Will man „malerisch fotografieren“, kann man sich diese Neigung zur Unschärfe zu Nutze, ja sogar zum Freund machen.

  • Dazu genügt es, bei nachlassendem Licht das Handy beim Auslösen langsam zu bewegen. Kreisförmig, direkt auf das Motiv zu oder eher seitlich verwischend. Besonders geeignet für dieses Verfahren sind Blumenbeete und Landschaften, bei denen Farben und Kontraste eine wesentliche Rolle spielen.
  • Ähnlich malerische Effekte kann man als Beifahrer erzielen, wenn man während einer Autofahrt fotografiert. Schon bei einer Geschwindigkeit von 35 km/h werden Bäume und Häuser unscharf abgebildet – vorausgesetzt man hält das Handy still. Diese verwischten Landschaftsaufnahmen können einen besonderen, „malerischen“ Zauber entfalten und Ihr Urlaubsfotobuch atmosphärisch bereichern.
  • Während bei scharfen Bildern der Vergrößerung enge Grenzen gesetzt sind, können Sie verwaschene Aufnahmen meist problemlos stark vergrößern und als Bild an die Wand hängen. Allenfalls kann es notwendig sein, sie in Photoshop oder einer App ein bisschen(!) weich zu zeichnen.
  • Unscharfe Bilder entfalten ihre Wirkung auf mattem Papier und auf Leinwand besonders gut.

Malerische Effekte kann man als Beifahrer erzielen, wenn man während einer Autofahrt fotografiert. Schon bei einer Geschwindigkeit von 35 km/h werden Bäume und Häuser unscharf abgebildet Foto: Ruth Marcus


Porträt Ruth Marcus

Tierfotografin Ruth Marcus

Ruth Marcus ist eine der renommiertesten Tierfotografinnen Europas. Ihr Equipment ist professionell, robust und dementsprechend teuer. Klar hatte es uns da zunächst überrascht, als sie erzählte, wie gerne sie mit ihrem Handy fotografiert: „Ich liebe es, mit meiner Handykamera zu fotografieren! Mit ihr werde ich zum Kind, werfe Ballast über Bord, spiele und experimentiere, was das Zeug hält. Ich muss mich nicht mit der Technik beschäftigen und kann mich ganz auf das konzentrieren, was beim Fotografieren wirklich wichtig ist: Sehen, Fühlen und Erkennen. Dieses kleine Wunderteil habe ich immer dabei.“  


  • Wir freuen uns, dass die Fotografin für uns „ausgepackt“ hat und Ihnen erzählt, wie Sie mit wenig Aufwand, noch mehr aus Ihrer Handykamera herausholen können und dabei auch noch jede Menge Spaß haben.

 

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