Dieter Nuhr zeigt seinen Blick auf fremde Lebenswelten

Insbesondere für das Erreichen der Gesamtspendensumme von 1 Million Euro zeichnete SOS-Kinderdörfer weltweit zum ersten Mal ein Unternehmen mit dem Excellence Award aus. Überreicht hat den Preis Sabine Fuchs, Geschäftsführerin der SOS-Kinderdörfer Global Partner. Die Feier für SOS-Unterstützer wurde vom Kabarettisten Dieter Nuhr begleitet, der seine Eindrücke von SOS-Hilfsstützpunkten in einem CEWE FOTOBUCH festgehalten hat. Zahlreiche Exemplare davon wurden noch am Abend der Veranstaltung verkauft, alleine das CEWE FOTOBUCH im XXL-Format erzielte im Rahmen einer Versteigerung einen Erlös von 5000 Euro.

Dieter Nuhr ist ein sehr engagierter Pate der SOS-Kinderdörfer. Seit einigen Jahren reist er zu verschiedenen SOS-Kinderdörfern und hält seine Eindrücke auf Fotos fest. In diesem Jahr teilt Nuhr seine Erlebnisse mit uns und hat einen CEWE FOTOBUCH mit seinen schönsten bzw. eindrucksvollsten Aufnahmen erstellt.

Nu(h)r für SOS

Ein Klick auf das Cover und tauchen Sie ab in die Welt von Dieter Nuhr.

CEWE: In Ihrem CEWE FOTOBUCH bekommt man einen tollen Einblick von Ihren Fotografie-Künsten. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?


Nuhr: Ich habe schon sehr früh mit dem fotografieren begonnen. Nach meiner schulischen Ausbildung habe ich Kunst studiert und viel gemalt. Irgendwann habe ich begonnen, mir Lochkameras selber zu bauen Doch irgendwann habe ich mir gedacht ist es vielleicht besser, wenn man erkennen kann was ich da fotografiere und habe mir dann eine richtige Kamera zugelegt. Das war vielleicht doch eine ganz gute Maßnahme.


CEWE: Gibt es etwas, bei dem Sie sagen, das fotografiere ich immer wieder? Das zeiht sich durch meine Bilder?


Nuhr: Ich fotografiere immer wieder Landschaften. Landschaften habe ich früher auch viel gemalt. Jedoch interessiere ich mich noch mehr für alles, was in den Wohnungen vor sich geht. Das heißt ich gehe gerne in ein Haus rein und fotografiere was ich dort sehe. Ich finde es interessant zu sehen, was Menschen zurücklassen, wie sie leben und was sie benutzen. Ich versuche das echte normale Leben festzuhalten.


CEWE: Können Sie uns etwas zu dem CEWE FOTOBUCH erzählen? Wo sind die Bilder entstanden und warum haben Sie gerade diese Fotos ausgewählt?


Nuhr: In dem Buch sind viele Innenräume aus den verschiedensten Ländern zu finden, zum Beispiel: Bolivien, Lettland, Georgien oder Libanon. Ich find es immer ganz schön, wenn man eine malerische Anmutung in den Bildern findet. Das heißt, wenn die Innenräume wie eine Komposition angeordnet sind. Jeder Gegenstand hat eine bestimmte Bedeutung und Würde. Alle Bilder sind sehr frontal aufgenommen, dadurch hat man das Gefühl, es ist etwas Bedeutendes abgebildet auch wenn es für den Bewohner nur ein ganz normaler Innenraum ist. Zum Beispiel auf den Bildern aus Bolivien. Das war ein Hinterzimmer, in dem eine Frau mit ihren 6 Kindern lebte und in dem natürlich eine große Ordnung herrschen muss. Es schlafen alle auf der einen Matratze und trotzdem hat dieser Raum, sowas beiläufiges, etwas Alltägliches. Unser Blick darauf ist und ein Blick in eine fremde. Wir sehen da, natürlich etwas ganz anderes als die Menschen, die da drin wohnen. Durch die extreme Distanz die wir zu dieser Art zu Leben haben.


CEWE: Jetzt sind Sie sehr viel auf Reisen und halten Ihre Eindrücke in vielen Fotos fest. Wie organisieren Sie Ihre Daten und wie entscheiden Sie, welche Sie weiterbearbeiten und welche nicht.


Nuhr: Ich habe ein gutes Ordnersystem auf meinem Computer. Oftmals weiß ich schon genau beim Fotografieren, welches Bild in ein Fotobuch, in eine Ausstellung oder sonst wie weiterverarbeitet wird.] 


CEWE: Jetzt sind auf diesen ganzen Bildern, die wir hier sehen keine Menschen abgebildet. Das hat sicherlich einen Grund, dürfen wir den erfahren?


Nuhr: Wenn ich Menschen abbilde, ist das etwas sehr Intimes. Wenn ich vorher frage, ob ich ein Foto machen kann. Dann hat man immer einen eher distanzierten Gesichtsausdruck. Man fängt dann nur den Gesichtsausdruck ein, den der Mensch von sich zeigen möchte. Das ist nicht so interessant. Unbeobachtet zu fotografieren, das ist ein unheimlicher Einbruch in die Privatsphäre. Daher fotografiere ich lieber das, was Menschen benutzen, wie sie leben, ihre Räume, Gegenstände. Das ist dann vielleicht ein höflicherer Zugang zu dieser fremden Lebenswelt, als die Kamera direkt ins Gesicht zu halten.



Neben Dieter Nuhr und vielen anderen Paten, unterstützt auch CEWE die SOS-Kinderdörfer. Bereits seit 2013 unterstützt CEWE, Europas führender Fotoservice und Kommerzieller Online-Druckpartner, die Arbeit von SOS-Kinderdörfer weltweit. Das Unternehmen engagiert sich mit Geld- und Sachspenden sowie dem ehrenamtlichen Einsatz vieler seiner Mitarbeiter, dies sowohl für Einrichtungen in Deutschland als auch für ausgewählte internationale Projekte. So entstanden besonders enge Beziehungen zu den Kinderdörfern in Ghana, Ungarn, Tschechien, Polen, Österreich, Frankreich, Deutschland und Belgien.  

„CEWE versteht seinen wirtschaftlichen Erfolg in ganz besonderer Weise als Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft. Und das mit Ausdauer und Kreativität. So sind SOS und CEWE seit vier Jahren partnerschaftlich eng miteinander verbunden. Ob vor Ort innerhalb Deutschlands oder weltweit. Dringend benötigte Nothilfeprogramme oder auch zahlreiche neue Wohn- und Unterstützungsprojekte gehören regelmäßig dazu. Dank der langfristigen und unbürokratischen Unterstützung durch CEWE konnten sehr viele Hilfsprojekte initiiert und erfolgreich umgesetzt werden“, würdigt Sabine Fuchs den nachhaltigen Beitrag der CEWE Unternehmensgruppe für das Gemeinwohl, insbesondere für Familien und Kinder in Notsituationen.

Frau Dr. Christine Hawighorst, Leiterin Presse und Nachhaltigkeit, freute sich sehr über diese Auszeichnung des Firmenengagements und erwähnte, dass SOS stets ein verlässlicher Partner für viele CEWE Hilfsprojekte sei. Matthias Meß, Geschäftsführer CEWE Mönchengladbach, ergänzte:“ Mit dem Engagement unserer Mitarbeiter und den finanziellen Hilfen des Unternehmens können viele Projekte für Familien und Kinder europaweit mit Leben gefüllt werden. Das werden wir auch in 2017 weiter ausbauen“

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu. Weitere Informationen zur Verwendung von Cookies, lesen Sie bitte hier.