CEWE Fotoworkshop: Fotografische „Glück-auf-Momente“

Das Fotografieren von und in den berühmten Industrieanlagen der Zeche Zollverein in Essen – dieses einmalige Erlebnis ermöglichte CEWE Mönchengladbach mehr als einem Dutzend Fotografinnen und Fotografen während eines dreitägigen Workshops. Inspirierendes Ambiente, eine perfekte Organisation und neue fotografische Impulse sorgten dafür, dass die Veranstaltung bei allen Teilnehmern noch lange positiv nachwirkt.

Gruppenbild Workshop Teilnehmer

In Reih und Glied stehen sie da, die Türme der Kokerei der Zeche Zollverein in Essen. Bis zu 100 Meter hoch. Ihre Spitzen stoßen in den Morgennebel, der über dem großen Weltkulturerbe-Areal im Herzen des Ruhrgebiets liegt. Mittendrin in dieser industrie-architektonischen Wunderwelt bewegt sich ein gutes Dutzend Frauen und Männer mit Kameras in den Händen und Stativ beschnallten Rucksäcken auf dem Rücken. Sie sind die Teilnehmer des CEWE Workshops “Glück auf – Zeche fotogen“, den das CEWE Labor Mönchengladbach vom 2. bis 4. September in Essen veranstaltete. Aber nicht nur hohe Türme und Gebäude bieten den Fotografinnen und Fotografen in der Zeche Zollverein ein unendliches Eldorado attraktiver Motive: riesige rostige Stahlträger, lange Fluchten ehemaliger Koks-Verbrennungsöfen, zahlreiche Details und nicht zuletzt die prägnanten Formen der Fördertürme mit den großen, sich drehenden Rädern – das alles und noch viel mehr, gewürzt mit den abwechslungsreichen Lichtsituationen des sich ankündigenden Herbstes, lassen die Herzen der engagierten Fotografinnen und Fotografen höher schlagen. „Wir wollen mit unseren Workshops den Teilnehmern auf der einen Seite die Gelegenheit bieten, in kurzer Zeit neue fotografische Erfahrungen zu machen, frische Impulse zu bekommen und natürlich sich mit Gleichgesinnten zum Thema Fotografie auszutauschen – unter der Anleitung unserer professionellen Workshopleiter,“ so Matthias Meß, Geschäftsführer CEWE Mönchengladbach. „Auf der anderen Seite ist es uns besonders wichtig, dass die Teilnehmer unserer Workshops lernen, gute von nicht so guten Bildern zu unterscheiden. Sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, welche Kriterien bei der Bildauswahl eine Rolle spielen und last but not least was man mit seinen besten Bildern alles machen kann – vom CEWE FOTOBUCH bis hin zu großformatigen CEWE Wandbilder auf Acryl.“

Foto: Teilnehmer des Workshops

Foto: Teilnehmer des Workshops

Aber bevor die Fotografinnen und Fotografen ihre besten Bilder aussuchen können, müssen sie erst einmal aufgenommen werden. Und vor dem praktischen Fotografieren selbst steht die Theorie fotografischer Grundlagen, die am ersten Abend der Veranstaltung durch Fotoprofi und Workshopleiter Pascal Mühlhausen vermittelt wurde. Wie macht man ein alltägliches Motiv durch einen veränderten Blickwinkel auf einmal fotografisch interessant? Wie schafft man einen visuellen Spannungsbogen? Wie gelingt es, im entscheidenden Moment auf den Auslöser zu drücken? Das waren nur einige Punkte zur fotografischen Bildgestaltung, die Pascal Mühlhausen den Teilnehmern vermittelte. Auch fotografische Grundlagen, wie die Zusammenhänge von Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit, standen auf dem Programm.

Foto: Teilnehmer des Wettbewerbs

Foto: Teilnehmer des Wettbewerbs

Theoretisch bestens vorinformiert und mit Kamera und Stativ optimal ausgerüstet, starteten die Teilnehmer am nächsten Morgen Richtung Zeche Zollverein. Unter kundiger Führung des Personals der Kulturstiftung Zeche Zollverein einerseits und der fachkundigen Unterstützung der Foto-Profis Yvette Skorb und Pascal Mühlhausen andererseits ging es über und unter Tage zu zahlreichen starken Motiven, die bei allen Fotografinnen und Fotografen nicht nur für „Glück-auf-Momente“ sondern vor allem auch für fotografische Glücksgefühle sorgten. Wie ändert sich die Bildwirkung, wenn ich für dieses Motiv eine lange Belichtungszeit einstelle und ein Stativ verwende? Wie muß ich die Belichtung wählen, um in meinen Fotos Zeichnungen, sowohl in den Lichtern als auch im Schatten, zu erhalten? Wähle ich lieber ein Teleobjektiv, das die Perspektive verkürzt und beispielsweise die Reihe der Türme enger zusammenstehen läßt oder wirkt das Bild mit der brennweitentypischen Dynamik eines Weitwinkelobjektivs besser? Peter, Katharina, Rosemarie, Volker, Annkatrin und alle anderen Fotografinnen und Fotografen, die aus ganz Deutschland der Einladung von CEWE nach Essen zu diesem Workshop gefolgt waren, konzentrierten sich auf die Suche nach dem besten Bild unter den fast unendlich vielen Möglichkeiten, die das Gelände der Zeche Zollverein bietet.

Zwischen den Foto-Sessions gab es nicht nur Stärkungen gegen Hunger und Durst, sondern auch abwechslungsreiche weitere Programmpunkte wie die „Dönekens“ eines waschechten Steigers (Vormann im Bergbau) über die Geschichte und den Alltag in der einstigen Wirtschaftsboom-Region Ruhrgebiet, das Fotografieren von Seifenblasen oder das Gestalten von Portraits in einem extra dafür aufgebauten Studio. „Für uns als Veranstalter des CEWE Workshops ist es wichtig, den Teilnehmern nicht nur die fotografischen Aspekte zu vermitteln, sondern den gesamten kulturellen Rahmen aufzuzeigen, in dem wir uns mit unseren Kameras bewegen,“ so CEWE Workshop Organisatorin Sandra Jansen-Vaßen. „Diese Workshop-Struktur mit einzelnen Hotspots ist für alle nicht nur abwechslungsreicher, sondern man kommt über die jeweiligen Themen auch viel besser untereinander ins Gespräch und tauscht sich aus. Dadurch entsteht während des Workshops eine echte Gruppe, die auch nach der Veranstaltung untereinander vernetzt ist,“ ergänzt Co-Organisatorin Linda Owen, CEWE Mönchengladbach.

Seifenblasen

Bevor der zweite Workshop-Tag zu Ende ging, inszenierten Pascal Mühlhausen und Yvette Skorb mit den Teilnehmern unterschiedliche Möglichkeiten, bei Nacht zu fotografieren wie „Lichtschreiben“ (das Schreiben von Buchstaben mit einer Taschenlampe, die in Richtung der Kamera gehalten wird) oder „Lichtmalen“ (das partielle Anleuchten eines Motivs mit einer Taschenlampe, während der Verschluss der Kamera, die auf einem Stativ steht, geöffnet bleibt). „Ein toller Tag“, so schreibt es eine der Teilnehmerinnen mit einer Taschenlampe in den Nachthimmel und auf den Sensor der Kamera. Besser, so die Meinung aller, kann man diesen Tag nicht zusammenfassen.

Foto: Teilnehmer des Wettbewerbs

Foto: Teilnehmer des Wettbewerbs

Der dritte CEWE Workshoptag „Glück auf – Zeche fotogen“ offenbarte für viele der Fotografinnen und Fotografen zunächst die größten Schwierigkeiten, denn es galt die besten Aufnahmen unter der Fülle der an den Vortagen gemachten Fotos heraus zu suchen. Spätestens an diesem Punkt zeigte sich, wie die Teilnehmer im Laufe des Workshops zu einer echten Gruppe zusammengewachsen waren und sich gegenseitig halfen. Und wenn man in der Gruppe nicht mehr weiter wußte oder zu keiner eindeutigen Entscheidung über das eine oder andere Foto kam, halfen die CEWE Workshopleiter mit geschultem Auge und fachkundigem Wissen. Das Ziel war es, auf der einen Seite die besten Einzelbilder herauszufinden, auf der anderen Seite aber auch eine bildgestalterische Geschichte für die Kreation eines CEWE FOTOBUCHs zu entwickeln, das dann von jedem Teilnehmer final zu Hause umgesetzt wird – motivierend unterstützt durch einen entsprechenden CEWE FOTOBUCH Gutschein.

Die besten Bilder der Teilnehmer wurden dann gemeinsam unter der Leitung von Pascal Mühlhausen besprochen: wie gut war die Aufgabe gelöst, wie geeignet war die Motivauswahl, wie überzeugend die fotografische Umsetzung gestalterisch und fotografisch – und wie wurde das Szenario „Zeche Zollverein“ in aussagestarke Bilder übersetzt? Das nach Meinung aller beste Bild des Workshops hatte Annkatrin aufgenommen: eine signal-gelbe, teilweise schon verwitterte Lampe im Vordergrund vor den regelmäßig geordneten Kammern eines Hochofens, die jenseits des Schärfentiefe-Bereichs den Hintergrund bilden. „Dieses Bild gibt für mich die Stimmung auf der Zeche Zollverein wieder: einerseits sehr farbige Motive, dann wieder stark formale Elemente und über allem der Hauch der Vergänglichkeit, symbolisiert durch den Rost,“ so die Autorin zu ihrem Siegerbild.

Foto: Teilnehmer des Wettbewebs

Foto: Teilnehmer des Wettbewebs

CEWE Geschäftsführer Matthias Meß und Organisationsleiterin Sandra Jansen-Vaßen zogen nach dem dreitägigen CEWE Workshop „Glück auf – Zeche fotogen“ ein durchweg positives Fazit: „Außer der praktischen Vermittlung von fotografischem Wissen und der Nutzung unseres Produktportfolios wie des CEWE FOTOBUCHs legen wir bei den CEWE Workshops großen Wert darauf, dass die Menschen ihre Freude an Fotografie weiter tragen. Aber auch die fotografischen Ergebnisse des Workshops sind ausgesprochen überzeugend. Es ist uns offensichtlich gelungen, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in diesem besonderen Ambiente der Zeche Zollverein in Essen bei der Entwicklung ihrer eigenen Bildsprache einen Schritt weiter zu helfen und Freude an der Fotografie zu vermitteln.“

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, durch euch wurde es ein gelungener Fotoworkshop! Nicht zuletzt wegen der großartigen Aufnahmen, die während des Workshops entstanden sind und die wir für die Berichterstattung nutzen dürfen: Jana Körbel, Peter Fischer, Michael Fischer, Wolfgang Röllig, Daniela Beckmann, Katharina Hausmann, Aljoscha Hirschinger, Evelyn Narciso, Annkatrin Börgert, Andreas Dengs, Anne Flemig, Rosemarie Ullmann, Harald Richardt und Brigitte Klemke.

2 comments

  1. K

    Es hat einfach sooo viel Spaß gemacht und wir waren ein tolles Team! Nochmal Danke dafür 🙂

  2. A

    Vielen Dank an CEWE und das Team für den perfekten Workshop! Der Bericht gibt alles wunderbar wieder, Die ganze „Truppe“ hat perfekt miteinander harmonisiert! Und das Wetter hat auch noch mitgespielt… es gab (fast) alles: Nebel / Regen / Sonne. Mehr kann sich das Fotografenherz in einer Industriekulisse wirklich nicht wünschen! 🙂

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