Eine Brücke zu Erinnerungen schaffen

Im dritten Teil unserer ZEIT-REISEN Reihe möchten wir Ihnen Frau Hashemi vorstellen. Reisen und Fotografiern, sind zwei ihrer größten Leidenschaften, die nicht besser zusammenpassen könnten. Auf Reise mit Freunden gilt ihre Aufmerksamkeit besonders den Menschen und den fremden Kulturen. Diese versucht sie mit der Kamera möglichst authentisch festzuhalten. Wir von CEWE finden es sehr gut gelungen. Was meinen Sie? Überzeugen Sie sich selbst.

CEWE: Wie ist das Bild entstanden?

Frau Hashemi: Ich war mit Freunden auf einer Reise durch Vietnam, genauer gesagt durch die Region Bach Ha im Nordwesten Vietnams. Das Foto ist während einer Wanderung zu den wunderschönen Reisterassen entstanden, als wir zufällig an einem Haus vorbeikamen. Dort spielten draußen viele Kinder. Sie haben sich gleich für uns und unsere Kameras begeistert und so ist das Bild ziemlich spontan entstanden.

Was bedeutet das Bild für Sie?

Es spiegelt das pure Glück der Kindheit wieder, auch unter äußerlich schwierigen Umständen wie in diesem Fall: Armut.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Bild besonders gut?

Das schöne daran Kinder zu fotografieren ist, dass Bilder selten gestellt wirken. Diese Spontanität finde ich, kommt gut rüber. Bei diesem Bild und das gefällt mir besonders gut, dass ich einen Moment einfangen konnte, der sehr schnell vorüber ging. Das Strahlen in den Augen dieses Kindes ist so für immer festgehalten und für den Betrachter nahezu fühlbar.

Bitte beschreiben Sie in ein paar Sätzen Ihre Motivation für die Reise und die schönsten Momente.

In meinem Freundeskreis sind zwei junge Männer, die ursprünglich aus Vietnam kommen. Irgendwann beschlossen wir ihr Land gemeinsam zu bereisen, da sie bereits schon als Kinder nach Deutschland kamen und gerade den Norden Vietnams kaum kennen. So sind wir zu sechst auf eine drei wöchige Reise von Hanoi nach Saigon aufgebrochen. Es war eine traumhafte Zeit und meine schönsten Momente waren tatsächlich die Tage in Bac Ha. Da ich am liebsten Menschen in fremden Ländern fotografiere und dort mit den bunten Gewändern der Bac Ha Bewohner voll auf meine Kosten kam.

Wie sind sie zur Fotografie gekommen?

Als ich in den USA als Au Pair Mädchen arbeitete, bekam ich meine erste Digitalkamera geschenkt und begann einfach zu fotografieren. Es wurde immer mehr zu einem intensiven Hobby und spätestens vor sieben Jahren als ich als Flugbegleiterin anfing zu arbeiten wurde es zu meiner Leidenschaft.

Was bedeutet für Sie Fotografie?

Henri Cartier-Bresson hat mal gesagt, ein gutes Foto sei ein Foto, das man länger als 2 Sekunden anschaut. Das ist meine größte Motivation. Momente so festzuhalten, dass man kaum aufhören kann, das Bild zu betrachten und die Emotionen fast spüren kann. So ist die Fotografie für mich das Festhalten von Momenten, die wir so nie wieder erleben werden. Eine Brücke zu einer Erinnerung, die plötzlich wieder lebendig ist.

Nennen Sie uns Ihre 5 schönsten fotografischen Momente.

  • Ich stamme gebürtig aus dem Iran und als ich das erste Mal mit meiner großen Kamera in meiner Heimat war, um dort Fotos zu machen. Das schon ein sehr ergreifender Moment.
  • Der Blick vom Tafelberg über Kapstadt.
  • Grönland von oben aus dem Cockpit eines Airbus 340.
  • Den Sonnenuntergangshimmel von Bonaire mit Flamingos in der Luft.
  • Eine Hochzeit in Tokyo.

Welche Tipps haben Sie für Einsteiger in das Thema Fotografie?

Sehr viel fotografieren und in gute Festbrennweiten investieren! Mit einer Festbrennweite bewegt man sich viel mehr und sieht immer neue Perspektiven.

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